Dublin - City of Guinness ans literature

Als die Frage aufkam, wo man unter Freunden ein nettes verlängertes Wochenende verbringen könnte, wo man von Allem ein bisschen bekommt, fiel die Entscheidung sehr schnell auf die freundliche und pulsierende Hauptstadt Irlands: Dublin. Über Travelbird wurde schnellstens ein schöner Kurztrip nach Dublin gebucht. Dublin – eine Stadt, die ich schon länger einmal sehen wollte. Die Iren sind ja als nette, gastfreundliche Menschen bekannt, die nicht nur die Gesellschaft von Schafen schätzen. Da beim letzten Irlandbesuch keine Zeit blieb die vielgelobte Hauptstadt zu besichtigen, kam mir das Angebot des Wochenendtrips gerade recht.

Bei dem wirklich günstigen Angebot von 149,-- EUR gab es nur einen Haken: Nur Handgepäck. Normales Gepäck kostet bei Ryanair Aufpreis. Letztendlich hat dann doch alles in das kleine Köfferchen gepasst.

Da das Hotel Aspect Park West außerhalb lag, und wir sowieso Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel benötigten, hatte ich mich im Vorfeld informiert und wir holten noch direkt am Flughafen die Visitor Leap Card. Mit dieser Karte konnten wir drei Tage lang für 19,50 EUR sämtliche öffentliche Verkehrsmittel sowie dn Airlink-Bus nutzen, der uns zu unserem Hotel bringen sollte.

Wir entschieden uns, uns trotz Handgepäck direkt ins Getümmel zu stürzen - ab auf die O'Connell Street und noch etwas geschaut, bevors ins Hotel gehen sollte.

Die Stadt hat mich sofort für sich eingenommen, pulsierend und bunt und doch irgendwie beruhigend. Die Menschen waren hilfsbereit, freundlich und sehr interessiert. sehr oft sind wir gefragt worden, ob man uns helfen könne, wenn wir an unserem Stadtplan hantierten. Selbst di efreundliche Warnung in dieser Gegend die Kamera doch wegzupacken, weil es hier viele Trickdiebe gäbe, wirkte nicht abschreckend. Wußte ich doch, das Dublin an sich eine eher ärmere Arbeitstadt ist. An jeder Ecke Pubs, Restaurants.

Dublin mit seinen vielen bunten Lichtern in der Dämmerung war wirklich schon spektakulär! Aber auch tagsüber war Dublin für mich eine der Städte mit dem lebendigsten Flair. Trotz gelegentlicher Regenschauer, mit denen man in irland ja rechnen muss, konnten wir viel zu Fuss und mit Bus und Bahn machen.

Entlang dem River Liffey über die Half-Penny-Bridge, überall Statuen und Denkmäler bekannter Iren. Uns zog es unter anderem zu dr bekannten, bunten Oscar Wilde Statue auf dem Merion Square; wir kreuzten auf unserem Weg die Apotheke Sweny's, die in James Joyces Ulysses Erwähnung findet und in der man Lesungen beiwohnen kann. Wir warfen auch einen Blick in das General Post Office, das damals Schauplatz des irischen Osteraufstands war. Auch eine Besichtigung der Old Jameson Distillery haben wir uns gegönnt. Obwohl  ich keine großen Erwartungen an eine Whiskey-Brennerei hatt, muss ich sagen, die Besichtigung mit anschließender Whiskey-Probe und Getränk war wirklich sehenswert. Ich kann nus jedem, der nach Dublin geht empfehlen, so eine Besichtigung mitzumachen. Gesehen haben wir außerdem das Museumsschiff Jeanie Johnston und das direkt in der Nähe zu findende Famine Monument, das an die große Hungesnot 1845 erinnern soll. Dort in der Nähe haben wir auch die Samuel Becket Bridge gefunden. Die Chester Beatty Library stand auch auf unserer Liste - wenn man alte Bücher und Kunstwerke mag, ist sie einen Blick wert. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.Natürlich sind wir auch rund um das imposante Dublin Castle gestreift, das sich mitten in der Innenstadt befindet.

Wir haben uns nicht nehmen lassen, im Brazen Head, Irlands ältestem Pub, ein Cider zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Dann ging es auch nach Temple Bar mit seinem Nachtleben - überall Pubs, in jedem Pub Bands und Musiker, die alte Traditionnals spielten. Bei unserem Streifzug durch Temple Bar haben wir uns einfach ins Getümmel gestürzt und sind in einige Bars gegangen, haben dort der irischen Musik gelauscht und das eine oder andere Cider getrunken. Man kann dort überall einfach rein, es kostet keinen Eintritt, man trinkt dort einfach was. Natürlich sind die Pubs dort am Wochenende brechend voll, aber genau das ist ja das Schöne daran. Auch im Old Mill Restaurant im Bezirk Temple Bar konnten wir sehr gut essen, obwohl die irische Küche keine besondere Reputation geniesst. Auf einen Irish Coffee waren wir im Old Storehouse - sehr lecker!

Um nicht nur den Trubel in Dublin zu erleben, haben wir uns entscheiden an einem Tag mit der Bahn rauszufahren auf die Halbinsel Howth. Ruhe, Fischer, Möwen und irische Idylle wie in einem Rosamunde Pilcher-Film. Ein Ausflug, der in jedem Fall zu empfehlen ist. Einen Blick wert ist dort der Howth Market, der nicht nur regionale Spezialitäten bietet, sondern auch allerhand Selbstgemachtes.

Leider geht auch der schönste Trip einmal zu Ende, und mit einigen kleinen Erinnerungsstücken im Handgepäck verließen wir Dublin wieder in Richtung Flughafen mit dem wohlverdienten Taxi. Der nette Taxifahrer, der uns auf der Fahrt noch auf die eine oder andere Sehenswürdigkeit aufmerksam gemacht hat, krönte diesen kleinen Ausbruch aus dem Alltag.

Vier Tage haben bei weitem nicht gereicht, um alles zu sehen - aber ich komme auch jederzeit gerne wieder!

 

 Was es noch zu sagen gibt:

  • WLAN gab es praktisch überall in Dublin. Sogar viele der Linienbusse waren damit ausgestattet.
  • Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit
  • Die Lebenhaltungskosten sind etwas teurer als bei uns, allerdings hält es sich im Rahmen.

Bilder findet Ihr auch hier!

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